Osteopathische Manipulationstechniken verbessern die Gehfähigkeit von Parkinson-Patienten
Patienten, die an der Parkinson-Krankheit leiden, weisen verschiedenste motorische Defizite auf, die letztendlich zu einer vollständigen Behinderung führen können. Das vorrangige Ziel dieser Studie ist die quantitative Evaluierung der Wirkung von manipulativen osteopathischen Behandlungen auf die Gehfähigkeit von Parkinson-Patienten. Zehn Patienten mit idiopathischer Parkinson-Krankheit und eine Kontrollgruppe bestehend aus 8 gesunden Personen der selben Altersgruppe wurden vor und nach einer einzigen manipulativen osteopathischen Behandlung einer Ganganalyse unterzogen. Eine weitere Gruppe bestehend aus 10 Parkinson-Patienten wurde einer Scheinbehandlung sowie ebenfalls einer Ganganalyse unterzogen. In der Gruppe der Parkinson-Patienten, die tatsächlich behandelt wurde, zeigte sich nach der Behandlung eine statistisch signifikante Verbesserung in der Schrittlänge, des Rhythmus und der maximalen Geschwindigkeit der oberen und unteren Extremitäten. Die Kontrollgruppen wiesen keine signifikanten Veränderungen auf. Das gesammelte Datenmaterial läßt darauf schließen, daß eine einzelne manipulative osteopathische Behandlung direkten Einfluss auf die Gehfähigkeit bei Parkinson-Patienten hat. Die osteopathische Manipulation kann daher als eine effiziente physische Methode zur Behandlung und zum Behandlung von Bewegungsmängeln bei Parkinson-Patienten angewandt werden.
Standard osteopathic manipulative treatment acutely improves gait performance in patients with Parkinson’s disease
MICHAEL R. WELLS ET AL
JAOA, Vol 99, No 2, February 1999; S 92-98
http://www.jaoa.org/cgi/reprint/99/2/92
